8. Bayerisches Forum für Patientensicherheit

10.11.2017

Ein aktuelles Thema aus der Gesundheitsversorgung, hochkarätige Referenten und engagierte Teilnehmer: das war das 8. Bayerische Forum für Patientensicherheit in München. In diesem Jahr lautete das Thema „Patientensicherheit in der Notfallversorgung“.

Der gewählte Titel hätte nicht aktueller sein können: Denn die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Deutschland werden aus unterschiedlichsten Gründen mit einer stetig wachsenden Anzahl von Patienten konfrontiert, eine kaum noch beherrschbare Entwicklung für das dort tätige Personal. Das Symposium fragte nach: Was bedeutet dies für die Sicherheit des Patienten vor Ort?

Antworten lieferten Fachexperten aus den betroffenen Sektoren sowie Wissenschaftler aus verschiedenen Instituten. Sie berichteten über den aktuellen Status quo und zeigten Verbesserungsmaßnahmen auf.
Es referierten Dr. Pedro Schmelz, 1. stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, zum Thema „Notfallversorgung im ambulanten Sektor“, Dr. Florian Demetz, Direktor Notfallklinik und Rettungszentrum, Klinikum Ingolstadt zum Thema „Safety First in der Notfallklinik“, Dr. Stephan Prückner, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement, Klinikum der Universität München, zum Thema „Organisation der Notfallversorgung in Bayern“ und Tobias Herrmann, aQua- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, zum Thema „Notfallversorgung aus Patientenperspektive“. In einem waren sich alle Referenten einig: Die Notfallversorgung des deutschen Gesundheitssystems befindet sich in einem Umbruch, der als Chance gesehen werden kann – wenn alle Akteure an einem Strang ziehen und ein offener Austausch gepflegt wird.

Wie dies funktionieren könnte, zeigte die anschließende hochkarätig besetze Diskussionsrunde auf dem Podium. Moderiert durch Ulrike Ostner, Bayerischer Rundfunk, stellten sich die Vertreter der betroffenen Sektoren den kritischen Fragen der Journalisten und des Fachpublikums. Das Symposium hinterfragte ganz bewusst die Sicherheitsaspekte in den aktuellen Entwicklungen der bundesweiten Notfallversorgung. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Haben die Verantwortlichen an alle relevanten Einflüsse und Möglichkeiten gedacht? Und: Wie kann man die höchst mögliche Sicherheit  für Patienten und Personal gewährleisten? Es folgte eine engagierte, zweistündige Debatte, die alle Beteiligten an einen Tisch brachte, auf der Suche nach Lösungen und Ideen für neue Ansätze bzw. bereits vorhandenen Vorbildern. Teilnehmer der Diskussion waren Peter Friemelt, Geschäftsführer Gesundheitsladen München, Siegfried Hasenbein, Geschäftsführer Bayerische Krankenhausgesellschaft, Peter Krase, Ressortdirektor AOK Bayern, Dr. Wolfgang Krombholz, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Wolfgang Rechl, Vizepräsident Bayerische Landesärztekammer sowie Thomas Stadler, Bayerisches Rotes Kreuz.

Mit mehr als 100 Teilnehmern war das Bayerische Forum für Patientensicherheit auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Bereits zum achten Mal organisierte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK Bayern) das Symposium, das Fragen rund um die Sicherheit der Patienten in den Fokus stellt. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern AOK, Bayerische Landesärztekammer, Aktionsbündnis Patientensicherheit, Versicherungskammer Bayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt das Symposium aktuelle Themen vor, fragt kritisch nach und sucht nach gemeinsamen Lösungen im Sinne der Patientensicherheit.

Die Vorträge finden Sie auch als Video in unserer Mediathek.

 

 

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Über den MDK Bayern

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK Bayern) ist der unabhängige sozialmedizinische und pflegefachliche Beratungs- und Begutachtungsdienst von über 10,4 Mio. gesetzlich kranken- und pflegeversicherten Bürgern in Bayern. Im Jahr 2016 haben die über 1.000 angestellten Fachkräfte des MDK Bayern – überwiegend Ärzte und Pflegekräfte – in den 24 Beratungs- und Begutachtungszentren in Bayern mehr als 1,4 Millionen Gutachten, Empfehlungen und Einzelfallprüfungen im medizinischen und pflegerischen Bereich durchgeführt. Im Interesse der Versichertengemeinschaft trägt der MDK Bayern dazu bei, die gesundheitliche Versorgung insgesamt qualitativ weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu vermeiden, die unnötig, gefährlich oder unwirtschaftlich sind. Ziel ist es, eine stabile gesundheitliche Versorgung auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen.

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