Im Gegensatz zu Hilfsmitteln für Erwachsene stellen selbige für Kinder im Wachstum eine besondere Herausforderung dar. Denn wenn die Genehmigung länger dauert, müssen nicht nur junge Patienten mit Behinderung auf die wertvollen Helfer im Alltag warten, auch das von der Größe her passende Hilfsmittel zu bekommen, wird dann zur Aufgabe. Viele Hilfsmittel müssen zudem erst individuell gefertigt werden. Darüber hinaus sind unter Umständen Folgeversorgungen in kurzen Abständen zu erwarten. Damit Kinder schneller einen wesentlichen Behinderungsausgleich im Rahmen der allgemeinen Grundbedürfnisse wie Stehen, Gehen, elementare Körperpflege und eine gewisse Selbstständigkeit im Alltag erhalten, bemüht sich der MDK, einen zeitnahen und reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Optimal beraten und begleitet mit dem MDK Bayern

Idealfall: Ein Kind wird wegen einer Hüftdysplasie operiert. Seine Ärzte, die Krankenversicherung und der MDK stimmen schon im Vorfeld der Operation ab, welche Hilfsmittel anschließend benötigt werden, sodass die optimale Versorgung später schnell und reibungslos funktioniert. Eventuelle Anfertigungen können bereits im Vorfeld in Auftrag gegeben werden.

In der Praxis führt die Hilfsmittelversorgung von Kindern mit Behinderung leider oft zu zeitraubenden Genehmigungsverfahren. Grund hierfür ist neben individuellen Anfertigungen und Folgeversorgungen, dass die Verordnung nicht nur durch spezialisierte Zentren erfolgt und insofern teilweise keiner ausreichenden ärztlichen Betreuung unterliegt. Wird der MDK dann mit einer Prüfung beauftragt, kommt es regelmäßig zu Rückfragen an den verordnenden Arzt und umfassenden Recherchearbeiten der MDK-Gutachter – beides sorgt für Verzögerungen, die gerade in der Kinderversorgung unbedingt zu vermeiden sind. 

Hier setzt der MDK Bayern bei Kinder-Hilfsmittelversorgung an

Die ärztlichen Gutachter des MDK Bayern stehen grundsätzlich für Fragen und Problemlösungen zur Verfügung. Um die Verfahren wesentlich zu beschleunigen, setzt sich der MDK Bayern aktiv für eine reibungslose Kommunikation zwischen allen beteiligten Partnern ein. Wichtig hierfür ist, dass die betreuenden Kliniken und Einrichtungen frühzeitig darauf achten, welches Kind eine vielfältige und wiederholte Hilfsmittelversorgung benötigen wird, und dem MDK das Behandlungsziel und die voraussichtlich benötigten Produkte so früh wie möglich mitteilen. Bei Bedarf wird der Versorgungsplan mit der Klinik oder Einrichtung abgestimmt und als Grundlage künftiger Genehmigungsverfahren dem Kostenträger zur Verfügung gestellt.